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Wechselmauerwerk bauen   Mörtelfreie Konstruktion

Wildverbandwände
Wechselmauerwerk


Stützmauer-Mauerwerksverbände
Stützmauer-Mauerwerksverbände

Mauerwerksverbände

Das Wechselmauerwerk gleicht einer von Hand gebauten Natursteinmauer. Und ähnlich wie diese ist auch hier ein exaktes Arbeiten und handwerkliches Geschick gefragt. Zudem werden einige zusätzliche Formate benötigt. Planen Sie etwas Extrazeit ein, insbeondere beim ersten Mal.

Mit der Allan Block Kollektion lassen sich abwechslungsreiche Wechselmauermuster, sowie willkürliche Wechselmauern errichten. Bei den Wechselmauermustern wiederholt sich die Optik alle zwei oder drei Blockreihen.

Eine Reihe entspricht der Höhe eines Standardblocks, in etwa 200 mm. Willkürliche Wechselmauern in einer bewehrten Wand benötigen zur korrekten Verlegung der Geogitter alle zwei oder drei Reihen eine horizontale Oberkante. Überprüfen Sie anhand Ihrer Ausführungspläne die Annordnung der Geogitter.
Achtung:

Basisreihe mit Standardblöcke versetzen und verdichten

Basisreihe mit Standardblöcke versetzen und verdichten


Geogitter einbauen

Geogitter einbauen


Aufbau Wechselmauerwerk

Die erste Wandreihe versetzen und die Blockkerne mit Wandschotter verfüllen


Verdichtung

Wandschotter und Füllmaterail werden parallel zur Stützwand verdichtet


Verdichtung

Verdichten Sie zunächst auf den Blöcken, und dann das Schotter. Das Füllmaterial erst, wenn der Verbandsabschnitt fertig ist


Geogitter einbauen und weitere Verbandsabschnitten versetzen

Geogitter einbauen und weitere Verbandsabschnitten versetzen. Springender Verband


Möglichkeiten mit Wechselmauerwerk

Die AB Kollektion wird für eine einfache Montage eines Wechselmauerwerks in zahlreichen Größen gefertigt. Sie können zudem unterschiedliche Mauerwerksverbände kombinieren. In diesem Baukastensystem passt ein Block zum anderen.

1. Schritt: Aushub und Basisreihe versetzen

MERKE: Die Basisreihe sollte komplett aus Standardblöcke bestehen. So können Sie schneller ausgleichen und bauen.

Der Aufbau der Basisreihe ist detailliert auf die Seite 25 beschrieben. Die Kapitel sind wie folgt gegliedert: 1) Vorbereitung und Aushub 2) Sohlmaterial einbringen 3) Aufbau der ersten Wandreihe 4) Wandschotter und Hinterfüllmaterial einbringen sowie 5) Verdichten.

MERKE: Die Basisreihe sollte komplett aus Standardblöcken bestehen. So können Sie die Basisreihe schneller ausrichten und bauen.

Schritt 2: Geogitter einbauen

Geogitter einbauen

Folgen Sie den Angaben Ihres Ausführungsplans. Dieses Beispiel erfordert eine Geogitterlage auf der Basisreihe.

Schritt 3: Wechselmauerwerksreihen versetzen

In diesem Beispiel wird ein 2-reihiges Wechselmauerwerk gezeigt. Prüfen Sie, ob sich für ihr spezielles Projekt ein 2- oder 3-reihiges Wechselmauerwerk besser eignet. Die verschiedenen Wechselmauerwerke sind auf der Seite 32 abgebildet.

4. Schritt: Versetzen der 2. Wechselmauerwerksreihe

Kontrollieren Sie anhand Ihrer Ausführungspläne, ob bei der nächsten Wandreihe eine Geogitterlage erforderlich ist.

MERKE: Halten Sie mit allen schweren Geräten einen Abstand von mindestens 1 m zu den Blöcken ein.

5. Schritt: Stützwandabschluss und Mauerkrone

Der Wandabschluss wird bei einem Wechselmauerwerk auf dieselbe Weise erstellt, wie bei einem Mauerwerk mit einer einheitlichen Blockgrösse. Konstruktionsdetails dazu finden Sie auf der Seite 40. Es ist jedoch im Gegensatz zu einem Mauerwerk mit einer einheitlichen Blockgrösse beim Wechselmauerwerk darauf zu achten, dass die Mauerkrone mit einem ebenen Verbandabschnitt abgeschlossen wird.

Wechselmauerwerk abschließen

Stützmauer mit Wechselmauerwerk

Verdichten beim Wechselmauerwerk

Verdichten beim Wechselmauerwerk


Stützwände mit Geogitterbewehrung

  • Erfordert die Stützwand aufgrund der Statik im Abstand von 40 cm eine Geogitterlage, ist ein 2-reihiger Verband des Wechselmauerwerks zu wählen. Ist im Abstand von 60 cm eine Geogitterlage notwendig, eignet sich der 3-reihige Verband des Wechselmauerwerks.
  • Wenn Sie ein Wechselmauerwerk mit Geogitterbewehrung planen, müssen durchgehende ebene Verbandabschnitte für die Geogitterlagen vorgesehen werden.

Verdichten beim Wechselmauerwerk

Die Verdichtung in den Hohlkammern muss beim Wechselmauerwerk regelmässig erfolgen. Ein Schaufelstiel eignet sich für die Verdichtung des Schotters in den unterschiedlich hohen Blöcken. Die Hohlkammern müssen nach dem Verdichten wieder ganz mit Schotter aufgefüllt werden. Für die Verdichtung des Schotters direkt hinter den Blöcken können Sie, wie in diesem Handbuch beschrieben, einen leichten Plattenrüttler verwenden.

Jeder Verbandabschnitt des Wechselmauerwerks hat eine ebene Oberfläche. Richten Sie die Blöcke nach jedem Verbandabschnitt in der Höhe aus. Fahren Sie mit dem Plattenrüttler direkt über die Blöcke und verdichten den Schotter. Auf dem Verbandabschnitt kann nun eine Geogitterlage verlegt werden. Mit dem nächsten Verbandabschnitt wird nachher wieder von neuem begonnen. Verdichten Sie beim Aufbau eines Verbandabschnitt lagenweise in 20 cm starken Schichten.

Wechselmauerwerk abschließen

Ein Wechselmauerwerk kann mit Abtreppungen oder Eindrehungen abgeschlossen werden. Beim Abschluss wird das Muster unterbrochen und nach Belieben vervollständigt.

Kurven

Kurven sind bei einem 2-reihigen Verband einfacher zu erstellen als bei einem 3-reihigen Verband, der mehr Passarbeit und Zuschnitte erfordert.

Innenkurven sind einfacher zu erstellen, wenn ein enger Blockabstand in der Stützwandansicht eingehalten wird.Erfordert die Situation noch engere Kurven, müssen eventuell Teile der Blockunterkante entfernt werden

Außenkurven werden durch die Wandneigung mit zunehmender Höhe immer enger. Es gibt drei Möglichkeiten, wie Sie bei engen Aussenkurven dennoch eine passende Lösung finden:

  • Erweitern Sie den Abstand zwischen den Blöcken an der Basisreihe, so dass die letzten Blockreihen nur einen minimalen Zuschnitt erfordern.
  • Verkürzen Sie die Blocklängen mit einem Zuschnitt. Verwenden Sie für den Zuschnitt ein Diamantsägeblatt.
  • Entfernen Sie Teile der Blockunterkante

Die beste Lösung bei Kurven ist der 2-reihige Mauerwerkverband.

Wechsemauerwerk mit Ecken

Wechsemauerwerk mit Ecken


Wechselmauerwerk mit Stufen

Wechselmauerwerk mit Stufen


Ecken

Aussenecken sind mit zugeschnittenen Normalsteinen und Endsteinen der AB Classic Kollektion einfach zu bauen..

Merke: Beginnen Sie als erstes immer an der tiefsten Stelle mit der Basisreihe. Ist die Basisreihe erstellt, wird der Mauerwerkaufbau bei der Ecke begonnen.

Innenecken werden genauso wie beim normalen Mauerwerk aufgebaut.

Stufen

Verwenden Sie beim Einbau von Stufen in ein Wechselmauerwerk den Normalstein AB.

Auftreppungen

Beginnen Sie immer am tiefsten Punkt mit der Basisreihe.

Weitere Konstruktionstipps